20. Treffen der Blaukreuzgruppen Chemnitz und Schwäbisch Hall

In der Zeit vom 28.08. – 01.09.2013 fand das 20. Treffen der Blaukreuz-Ortsvereine Chemnitz und Schwäbisch Hall im Bibel- und Tagungsheim Woltersdorf b. Berlin statt.

 Jährlich einmal, abwechselnd in den alten und neuen Bundesländer, treffen sich unsere beiden Blaukreuzgruppen, um Gemeinschaft zu haben, Erfahrungen in der Blaukreuzarbeit auszutauschen, gemeinsam unter Gottes Wort aufzutanken und ein Stück des gemeinsamen Heimatlandes kennen zu lernen.

Das dieses, mittlerweile zur Tradition gewordene Treffen, so lange Bestand hat ist schon ein Wunder und ein großes Geschenk.

Der Ablauf dieses Treffens ist fast immer analog gestaltet und findet von Mittwoch bis Sonntag statt:

  1. Tag: Anreise, Abendessen, kurze Andacht mit Vorstellungsrunde
  2. Tag: Gebetskreis, Frühstück, Bibelarbeit, Mittag, Ausflug zu einer Sehenswürdigkeit mit PKW, Abendessen, Bibelarbeit
  3. Tag: Gebetskreis, Frühstück, Ganztagesausflug mit Bus, Abendessen, Vortrag vom Hausvater über Geschichte des Hauses
  4. Tag: Gebetskreis, Frühstück, Bibelarbeit, Mittag, gemeinsamer Spaziergang, Abschlussabend mit grillen od. Lagerfeuer und heiteren Unterhaltungen
  5. Tag: Gebetskreis, Frühstück, Gottesdienstbesuch, Mittag, Verabschiedung, Heimreise.

Das 20. Treffen hatte als Höhepunkt eine Rundfahrt mit dem Schiff durch die ehemalige und neue Hauptstatt unseres gemeinsamen Heimatlandes, Berlin, auf dem Programm.

Doch nun mal der Reihe nach. Die Bibelarbeit am Vormittag gestaltete uns Jürgen Naundorff.

Die Halbtagsausfahrt am Nachmittag des 2. Tages führte nach Niederfinow und wurde mit einer Schiffsdurchfahrt durch das, bereits 1934 in Betrieb genommene, Schiffshebewerk gekrönt.

Hier wurde uns eindrucksvoll gezeigt, welchen Erfinder- und Entwicklungsgeist unser Herr schon unseren Großvätern mit in die Wiege gegeben hat und wie bewusst bei damaligen Konstruktionen die Energieeffizienz beachtet wurde.

Am Abend erfuhren wir durch einen Vortrag vom Hausvater, Herrn Herwig, viel interessantes zur Geschichte unseres vorübergehenden Zuhauses.

Am 3. Tag ging es (an Stelle der üblichen Busausfahrt) zunächst mit den Linienbus nach Erkner, und von da mit der S-Bahn ans Brandenburger Tor. Obwohl wir die geplante Brückenfahrt mit der Reederei Riedel noch vor uns hatten, war der gemeinsame Spaziergang durch dass Brandenburger Tor für uns das Erlebnis, was diesen Tag krönte.

Wenn man bedenkt, das man vor noch nicht einmal 25 Jahren, aus Richtung Ost- und Westberlin nicht einmal annähernd an das Brandenburger Tor gelangen konnte, ist es eines der größten göttlichen Wunder unserer Zeit, dass das nun möglich war. Wir genossen es in Dankbarkeit und großer Freude.

Die anschließende, fast vier Stunden währende, Fahrt mit dem Schiff auf der Spree und durch verschiedene Kanäle, war eine ganz besondere Art, Berlin kennen zu lernen.

Die besondere Perspektive durch den Blick vom Wasser aus, auf die Stadt, mit Ihren historischen und modernen Bauwerken, vermittelt einen ganz besonderen, bleibenden Eindruck.

Zurück ging es dann mit dem Regionalzug vom neuen Hauptbahnhof nach Erkner. Da aber der Bus nach Woltersdorf, mit dem wir noch zum Abendessen pünktlich angekommen wären, bereits weg war, sind wir kurzerhand mit der S-Bahn 2 Stationen zurück, nach Berlin-Rahnsdorf gefahren. Das klingt zunächst verrückt, aber von dort aus fährt die historische Straßenbahnlinie Rahnsdorf-Woltersdorf, bis direkt vor unser Haus. Die Fahrt mit der, seit Mai 1913 in Betrieb befindlichen, also über 100 Jahre alten Straßenbahn, war auch ein besonders Erlebnis und weckte Erinnerungen an alte Zeiten.

Nach dem Abendessen ging es dann an die zweite Bibelarbeit, nicht ohne vorher unseren Herrn für diesen wunderschönen Tag zu danken.

Der vierte und leider schon der letzte Tag vor der Abreise begann, wie auch die vorangegangenen Tage mit einem Gebetskreis in der Lutherstube. An diesem Morgen waren die Gebete besonders voll, von Dankbarkeit und Lobpreis für das bereits erlebte, für die Gemeinschaft und dafür, dass wir in unserem gemeinsamen Heimatland als Christen diese Gemeinschaft auch öffentlich leben dürfen. Das ist ja nicht selbstverständlich und ein großer Segen.

Am Vormittag gab es dann, nach einem, wie immer reichhaltigem Frühstück, die dritte und letzte Bibelarbeit durch Jürgen Naundorff.

Nach einer kurzem Ausruhen, nach dem Mittagessen ging es dann zu einem gemeinsamen Spaziergang in mehreren kleinen Grüppchen, die sich zwanglos zusammenfanden, in die nähere Umgebung des Hauses. Außer, der in unmittelbarer Hausnähe befindlichen kleinen Schleuse mit einer Hebebrücke für die Strasse, die über die Schleuse führt, gibt es in Woltersdorf schließlich auch ausgezeichnete Kaffees und Eisdielen.

Einige ganz mutige hatten sich ein kleines Motorboot ausgeliehen und kreuzten über den See.

Gekrönt wurde der Tag dann noch mit einem Grillabend, wo neben den leckeren verschiedenen Wüstchen, die wir selbst grillten, vom Haus eine menge verschiedenster Salate, die noch besser schmeckten, als sie aussahen, mit viel Liebe serviert wurden.

In diesem Zusammenhang muss einfach auch noch mal betont werden, mit wie viel Liebe, Hingabe und Wärme, das gesamte Team des Hauses uns umsorgt hat! Ein dickes Lob dafür und ein Dankeschön an unserem Herrn, der diese Leute so zubereitet hat.

Am Sonntag, dem fünften und letzten Tag, sind wir gemeinsam in die Woltersdorfer Kirche gegangen und haben am Gottesdienst teilgenommen. Zu unserer großen Freude war das auch noch gerade ein Taufgottesdienst, wo ein kleiner Erdenbürger durch die heilige Taufe in die Kirchgemeinde aufgenommen wurde.

Nach dem Mittagessen hieß es dann Abschied nehmen, zwischen den Blaukreuzgeschwistern aus Schwäbisch-Hall und Chemnitz. Aber nicht ohne vorher schon die Einladung für das Jahr 2014 auszusprechen. Da geht es dann gemeinsam zur Christus Bruderschaft auf das Gut Rallingen, nach Strigiswill/Mehrling, an den Thuner See in der Schweiz. Dadurch fällt der Abschied nicht so schwer, weil doch schon wieder eine gewisse Vorfreude aufkommt.

Bis dahin wird, die in Woltersdorf gedankte Kraft uns tragen und uns helfen, auch anderen von Gott und seiner Liebe zu uns weiter zu sagen und immer wieder von der Sucht Betroffene zu uns einzuladen und sie ein Stück weit zu begleiten.

Frank Uhlig

Blaues Kreuz – OV Chemnitz e.V.

Vorsitzender

 

 

Dieser Beitrag wurde unter Allgemein, Freitagsstunde, Treffen veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.